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GEO erklärt: So empfehlen dich ChatGPT und Co.

Finn Schulte6 Minuten Lesezeit

Früher hat man gegoogelt. Heute fragen viele direkt eine KI: „Welcher Osteopath in Steglitz ist gut?“ oder „Wer baut Webseiten für Handwerker?“. Die Antwort ist keine Liste mit zehn Links mehr, sondern ein paar Namen. Wer da nicht auftaucht, existiert für diese Menschen nicht.

Fallstudie Wie Kreissig Osteopathie im ersten Monat von 5 auf 12 Anfragen kam Fallstudie ansehen

Was ist GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder die KI-Übersichten bei Google dein Unternehmen kennen, verstehen und in ihren Antworten nennen.

SEO und GEO hängen eng zusammen. Vieles, was dir bei Google zu mehr Anfragen verhilft, hilft dir auch in KI-Suchen. Der Unterschied: Bei Google kämpfst du um einen Platz in einer Liste. Bei einer KI geht es darum, ob du überhaupt erwähnt wirst.

Wie entscheidet eine KI, wen sie empfiehlt?

Ganz in die Karten schauen lassen sich die Anbieter nicht. Ein paar Dinge sind aber klar. Viele KI-Suchen durchsuchen bei einer Frage das Web und fassen zusammen, was sie dort finden. Sie bevorzugen Quellen, die eine Frage klar und direkt beantworten. Und sie vertrauen Informationen mehr, wenn sie an mehreren Stellen gleich auftauchen: auf deiner Webseite, in deinem Google-Unternehmensprofil, in Bewertungen und in Branchenverzeichnissen.

Eine KI empfiehlt also nicht unbedingt den besten Anbieter. Sie empfiehlt den, über den sie am meisten Verlässliches weiß.

Was du konkret tun kannst

1. Schreib klar, was du machst und für wen

Auf vielen Webseiten steht so etwas wie „Wir bieten individuelle Lösungen“. Damit kann weder ein Mensch noch eine KI etwas anfangen. Besser ist ein Satz wie „Osteopathie für Erwachsene und Kinder in Berlin Steglitz“. Je konkreter, desto eher wirst du für genau diese Frage genannt.

2. Beantworte die Fragen deiner Kunden

Was kostet das ungefähr? Wie läuft ein Termin ab? Für wen eignet sich das? Schreib die Fragen auf, die du am Telefon ständig hörst, und beantworte sie auf deiner Seite. Jede gut beantwortete Frage ist eine Chance, zitiert zu werden.

3. Halte deine Daten überall gleich

Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten sollten auf deiner Webseite, im Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen identisch sein. Widersprüche machen eine KI unsicher, und unsichere Informationen werden seltener weitergegeben.

4. Sammle echte Bewertungen

Bewertungen sind für Menschen wie für Maschinen ein starkes Signal. Bitte zufriedene Kunden aktiv darum. Am besten mit einem Satz dazu, was du für sie gemacht hast. So entsteht genau der Text, den eine KI später zusammenfasst.

5. Mach deine Seite technisch lesbar

Strukturierte Daten (schema.org) beschreiben dein Unternehmen, deine Leistungen und deinen Standort in einer Form, die Maschinen sicher verstehen. Außerdem sollte deine Seite die Crawler der KI-Anbieter nicht aussperren. Das passiert öfter, als man denkt, zum Beispiel durch eine zu strenge robots.txt oder ein falsch eingestelltes Sicherheits-Plugin.

6. Werde auch woanders erwähnt

Ein Bericht in der Lokalzeitung, ein Eintrag beim Branchenverband, ein Gastbeitrag. Je öfter seriöse Seiten über dich schreiben, desto eher nimmt eine KI dich ernst.

Ehrlich gesagt

Niemand kann garantieren, dass ChatGPT dich morgen empfiehlt. Wer dir das verspricht, verkauft dir etwas. Was man aber kann: die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen und regelmäßig prüfen, ob und wie du genannt wirst. Genau so arbeiten wir. Wir stellen die Fragen, die deine Kunden stellen würden, und schauen, ob du in den Antworten auftauchst.

Wenn du wissen willst, wo du gerade stehst: In unserer kostenlosen Webseitenanalyse schauen wir uns auch an, ob KI-Suchen dich schon kennen.

Finn Schulte, Gründer von Liratech

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